Sorry sirolaf, aber deinen letzten Satz im Review hättest Du dir so ziemlich von sparen können. Habe mich richtig geärgert, als ich das gelesen habe, weil ich mich auf den Film gefreut habe und nun weiß, was ich ab der Mitte des Filmes “zu erwarten”, bzw. “nicht zu erwarten” habe.
Das man dass nicht als Spoiler markiert wundert mich schon sehr. Nicht nur eindeutige Hinweise auf Story sind Spoiler würdig, generell alle Hinweise welche den Filmgenuss stören, sollten als Spoiler gekennzeichnet werden.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: lexx am 19.08.2008 09:19 ]
Hi lexx, da wäre ich normalerweise absolut bei dir - darum werden ja auch Reviews als gespoilert geflagged, wenn von der „überraschenden Wendung am Schluß“ die Rede ist (denn damit IST sie ja schließlich nicht mehr überraschend).
Aber in diesem Fall…? Eine Aussage wie, „ab der Mitte des Films gibt’s keine richtige Action mehr“, das ist für mich nur eine persönliche Einschätzung, kein Spoiler. Denn vielleicht sieht der Reviewer das so, dass für Actionfreunde nichts mehr kommt - aber Actionfreunde mögen das ganz anders sehn.
Außerdem: Was den Filmgenuss stört - das ist eben echt nicht so allgemein definierend zu sagen. Manche würden sich vielleicht auch schon gestört fühlen, wenn ein Review sagt: „Anders, als das Plakat und die Ankündigung vermuten lassen, ist Film XYZ kein Horrorfilm, sondern ein Krimi.“ - ok, das würde dann vielleicht auch die Überraschung bei einigen Leuten verderben, aber es ist eine so grundlegende Info, dass sie vielleicht sogar nötig ist, um sich für oder gegen den Besuch eines bestimmten Films zu entscheiden. Und wenn „The Warlords“ nun mal gar nicht der Actionkracher ist, für den er ausgegeben wird…? Halte ich das auch nicht für einen Spoiler, sondern für eine (nötige?) Warnung.
Aber ich hab den Film auch noch nicht gesehen. Kann sich mal jemand dazu äußern, der ihn schon kennt? Hier ist das Review: https://f3a.net/review10869.html
Ich habe es halt so wahrgenommen, ich gehe nun in den Film und etwa ab der Mittes des Filmes weiß ich ganz genau, mit Action ist jetzt nichts mehr, jetzt schleicht der Film nur noch vor sich hin (nicht negativ gemeint). Wenn es aber offen ist ob noch etwas passiert oder nicht, ist das weitaus interessanter. Schließlich ist es doch ein großer Reiz jedes Filmes, dass man ihn eben nicht vorhersehen kann. Wenn man aber in so einen Film geht und genau weiss welche “Geschwindigkeit” er nun annehmen wird, gerade bei einem Action Film, finde ich, dass der Überraschungsmoment komplett weg ist.
Nicht zu wissen was im nächsten Moment passiert und wie sich der Film entwickelt, das hat einen ungeheuren Reiz, ich fühle mit diesem Reiz bei The Warlord komplett beraubt.
Wobei ich nicht davon ausgehe, dass der Film deswegen schlecht ist, er scheint halt nur die Action im ersten Teil zu haben. Aber das von vornherein genau zu wissen, beraubt irgendwie einen großen Reiz. Im Prinzip wurde damit ja auch einen großer Teil des Finish verraten, eine Schalcht am Ende gibt es jedenfalls nicht.
Das soll jetzt keine große Kritik an sirolaf sein, ganz im Gegenteil, ich wollte einfach nur mal schreiben, wie ich da sempfunden habe.
Vielleicht sollte man bei den Reviews ganz genau trennen zwischen Reviews vor dem Film, also als Entscheidungshilfe, und Reviews nach dem Film. Der Reviewer sollte das am Anfang gleich als Information auswählen müssen, dann wird ihm sicher etwas klarer, dass er auch eine gewisse Verantwortung beim schreiben trägt und der Leser ist auf der sicheren Seite.
Wobei ich noch mal betonen möchte, dass ich JEDEM Reviewer dankbar für jedes Review bin, ob Spoiler oder nicht.
Die Handhabung sollte man halt nur noch mal überdenken, ich freue und ärgere mich jedes Jahr über die Reviews.
Also, wenn Du da in Sachern Vorab-Info so dermaßen empfindlich bist, dear lexx - dann weiss ich aber auch nicht. Für mich sind Spoiler Informationen, die (mehr oder weniger) etwas vom Inhalt und / oder der Storyentwicklung des betreffenden Films verraten (ob nun im- oder explizit), und nicht allein die Tatsache, dass / ob im Review nun erwähnt wird, dass es nun ab der Hälfte des Films keine Action mehr gibt, oder nicht. Und “passieren” dürfte im weiteren Verlauf des Films ja sicherlich dennoch etwas, sonst würde er ja nicht noch weiterlaufen, ob nun mit oder ohne “Action”. Gut, wesen hätte das eventuell etwas “sanfter” formulieren können, und nicht so explizit, also in etwa à la “ab der Mitte verliert der Film deutlich an Tempo und schlägt einen eher ruhigeren Erzählton an”, aber nicht Jede_R kann und will vielleicht nun Mal so schreiben. Gerade die Art und Weise, wie Reviews verfasst werden, ist ja auch eine höchst subjektive Sache, und ich finde das gerade auch hier im f3a.net auf beinahe schon vorbildliche Art und Weise umgesetzt. Wenn ich da an andere websites und Internet-Plattformen denke, dann gibt es da meist jedenfalls wesentlich laxere Handhabungen im Umgang mit Spoilern.
Für mich persönlich ist die hier vollzogene Trennung zwischen Reviews mit Spoilern und spoilerfreien Reviews durchaus ausreichend, und ich würde es auch extrem schwierig finden, wie nun ein_E Reviewschreibende_R entscheiden sollte / wollte, welche Infos nun für wen genau den Reiz des Movies mindern könnten. Ich jedenfalls weiss, wenn ich ein oder zwei Reviews von Jemandem gelesen habe, meist in etwa, ob deren_dessen Stil mir weiterhelfen, ob sie mir den Reiz und die Vorfreude auf den Film nehmen, oder nicht, und ob ich weitere Reviews von dieser Person lesen möchte oder nicht. Und Reviews mit Spoilern schaue ich mir vor dem Film ohnehin gar nicht erst an.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: die_Lachsschaumspeise_! am 19.08.2008 16:37 ]