Trauma- Das Böse verlangt Loyalität (2017)

Bin ja immer auf der Suche nach grenzüberschreitenden Filmen jeglicher Couleur!

Wer von Euch hat den chilenischen Film „Trauma“ aus dem Jahre 2017 ungekürzt gesehen?

Kann er zurecht mit „A Serbian Film“ verglichen werden?

Ist er „sehenswert“ oder einfach nur plakativer Trash?

Früher gab es noch Filme auf dem FFF wie „High Tension“, „Feed“, „Frontiers“, „Inside“ und „Subconsious Cruelty“, die das Festivalpublikum herausgefordert haben.

, oder auch „Senseless“ und „Irreversible“, die ich dazu zählen würde. Habe ich (bis auf Sub. Cruelty) alle gesehen, das war teilweise schon schwer zu verdauen, aber eben eine echte Herausforderung und künstlerisch wertvoll. .

Ja bin derselben Meinung. Gerade „Irreversible“ gehört zu meinen Favoriten.

„Trauma“ spielt gewalttechnisch definitiv Champions League, ist schon ein garstiges Ding. Filmisch allerdings nicht ansatzweise auf dem Niveau eines „A Serbian Film“, „Inside“, „Martyrs“ und Co.

Und ja, auch ich vermisse solche Brecher und Reizer sehr

Rate doch mal auf welchem Festival Trauma gelaufen ist. :wink:

https://dvdscot.wixsite.com/obscura/hannover-2018-programm
https://dvdscot.wixsite.com/obscura/trauma

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Uff, also in diversen Facebook-Gruppen, in denen ich so abhänge, kommt der Film immer wieder mal auf. Nicht in so einem Nerv-Potenzial wie der Serbe, aber wenn man bedenkt, welche erzählerische Qualität der Film (nicht) hat, muss ich hier sogar noch etwas mehr mit den Augen rollen. Habe die ungeschnittene Version des Films auch schon vor längerer Zeit gesehen und ihn (spoilerfrei) hier reviewt.

Aus reiner Chronistenpflicht habe ich mir TRAUMA ebenfalls angesehen:

Ich hab ihn mir auch angetan, einmal weil er mich irgendwie interessierte, dann einfach um mitreden zu können. Es war wohl eine zensierte Fassung, was mir nach einer Weile allerdings auch egal war, weil der Film einfach nur richtig schlecht ist. Grauenvolles pacing, wirrer Schnitt, konfuse, unlogische „Handlung“, spannungsarme Erzählweise, alles in regelmäßigen Intervallen von grenzwertigen, pervers-brutalen Folter- , Vergewaltigungs- und Metzelszenen unterbrochen. Erinnert ein bischen an eine viel zu lange Spielart von „I spit on your grave“, und ich bezweifel das mir die ungeschnittene Fassung mehr „Spaß“ gemacht hätte.

Ich denke schon dass dir die uncut Fassung besser gefallen hätte. Ist einer dieser Filme wo es genau darauf ankommt.