Am 19.08.2008, 10:19, Columbo schrieb:
Mal ein Tipp, falls solche Leute vor einem sitzen: Langsam nach vorne beugen und "BOO" rufen, das wirkt!! Hab ich selbst noch nicht durchgezogen aber einer der in 36 Steps (...) 3 Plätze neben mir saß. Großes Kino!!
Ähem, das dürfte dann wohl ich gewesen sein - jedenfalls, wenn Du die Vorstellung in Hamburg besucht haben solltest, und eher mittig in der letzten Reihe gesessen hast. Wobei ich, wenn ich mich recht erinnere, einfach nur mit einer Art von gurgelig-tiefer Death Grind-Grunzstimme „Hello!“ gebellt habe… also, eventuell war’s dann auch doch nicht ich. Diese drei jungen Erwachsenen in HH waren aber auch echt anstrengend. Die gaaaaaanze Zeit über nix als Gekicher, Gequatsche und Gelaber, fast ohne, bzw. nur mit ganz kurzen Pausen. Da muss wesen dann halt auch Mal zu etwas drastischeren Mitteln greifen. Witzig fand ich ja, dass die etwas grössere Blonde sich dann ganz kurz noch voll darüber echauffiert hat, so, als wäre das jetzt das Unmöglichste von der Welt gewesen - ich meine, hey, sie ist ja schliesslich in ‚nen Horrorstreifen gegangen, da sollte wesen ja auch Mal mit so’nem kleinen Schockmoment rechnen.
Meistens beuge ich mich aber bei sowas nur kurz nach vorne und bitte die Leute, dann wenigstens zu flüstern, wenn sie schon das Bedürfnis haben, die ganze Zeit zu quatschen (hab‘ ich da dann ja auch noch gemacht). Denn wenn ich ‚nen Audiokommentar haben will, dann gucke‘ ich mir die DVD an, und kann den dann aber auch wenigstens nach Gutdünken ein- und ausschalten.
Generell stören mich ein oder zwei kurze, trockene Kommentare in Dialogpausen oder aber auch Gejohle und Szenen-Applaus, wenn es denn zum spirit des Movies passt (bei „Jack Brooks: Monster Slayer“ gab’s ständig Szenen-Applaus, und / oder laute Lacher, und gerade bei so Partyfilmen trägt sowas IMHO ja auch noch zur Steigerung des Filmvergnügens bei), aber nicht. Ständiges mehr oder weniger lautes Gerede, Rascheln in der Popcorn-Tüte und Mampfen desselben mit offenem Mund, sowie Gejohle bei Filmen, wo’s nun wirklich überhaupt gar nicht passt (gab’s zum Beispiel hier in HH bei den vom final girl ausgeübten Tötungs-Szenen in „Eden Lake“, wo ich mich dann ob der vom filmischen Kontext nahegelegten Sinnlosigkeit und Brutalität der gezeigten Gewalt dann doch gefragt habe, was sowas sollte, eben weil’s ob der Ambivalenz der Handlungen überhaupt nicht passte), find’ ich da schon schlimmer.
Und, das sollte nicht vergessen werden - ihr seid schliesslich auf 'nem Festival, und nicht alleine daheim vor DVD-Player und Flachbildfernseher. Ein bisschen Toleranz sollte wesen da seinen Sitznachbar_Innen und Mitguckenden gegenüber schon wahren, und also auch gelegentliche kleine Störungen schon ertragen können. Aber wenn’s andauernd vorkommt, und damit dann die Atmosphäre des Films verdirbt, ist das natürlich schon doof. Gerade bei „Låt den rätte komma in“ hätte mich allerdings auch jede allerkleinste Störung auf die Palme gebracht, da so etwas die Stimmung des Films mit Sicherheit empfindlich beeinträchtigt hätte.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: die_Lachsschaumspeise_! am 19.08.2008 15:41 ]