Traurige Entwicklung FFF08

Ich muss das einfach mal loswerden. Ich habe beim FFF08 bisher 3 Filme geguckt. Mit “Just Another Lovestory”, “Let The Right On In” in “The Warlords” eher anspuchsvolle Filme.

Allesamt waren sehr gut. Was mein Filmvergnügen aber gestört hat, waren kleine Teile des Publikums, dass bei jeder etwas harten Gewaltszene gelacht und geklatscht hat. Das ist einfach völlig unangebracht. Bei einem Splatterfilm ist das ja völlig ok. Aber bei einem Film Noir wie “Just Another Lovestory”? Diese Leute sind anscheinend so abgestumpft, dass sie nicht zwischen dramatischer, ernst gemeinter Gewalt und Gewalt, die nur zur Unterhaltung dient, zu unterscheiden.

Ich muss diesen Leuten einfach jede Kompetenz für Filmverständnis absprechen und es ist traurig, dass sie nicht Filme so schauen können, wie es der Regisseur geplant hat.

Einige Filme sind einfach nicht lustig und sollen es auch nicht sein. Falls sich hier jemand angesprochen fühlt, würde ich ihn freundlich bitten, seine Emotionen für sich zu behalten, da so ein Verhalten, das Filmvergnügen der Mehrheit im Kino senkt.

Ich musste das einfach mal loswerden, da ich als langjähriger FFF-Fan, so etwas wie dieses Jahr noch nicht erlebt habe.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Anselm am 19.08.2008 17:27 ]

Am 18.08.2008 16:57 , Anselm schrieb:


Ich musste das einfach mal loswerden, da ich als langjähriger FFF-Fan, so etwas wie dieses Jahr noch nicht erlebt habe.

Dann hast du Glück gehabt, ich erleb das beim FFF seit Jahren regelmäßig…und ja, es nervt… :disappointed: Ich wüßte mal gern, ob das bei anderen Genre-Festivals ähnlich läuft.

Ja, das ist für mich auch extrem störend und völlig fehl am Platz. Bist du aus Berlin? Da fand ich es so ätzend, als gelacht wurde, als in “let the right one in” eine Person aus dem Fenster gefallen ist und wieder dieses abgefuckte und betont männliche Lachen kam. Aber auch, wenn du nicht aus Berlin bist, dann wirst du sicherlich auch aus einem reichen Beispiele-Repertoire schöpfen können, da es wohl Städteunabhängig ist.

Ich erlebe das aber ähnlich wie Tweek auch schon seit Jahren und rege mich immer wieder darüber auf und muss mich manchmal auch wegsetzen, wenn ich das Pech hatte, neben einem der nervigen Lacher zu sitzen.

Hat für mich auch nichts mit comic relief zu tun, sondern ist einfach nur eine bodenlose Frechheit und verleidet mir den Filmgenuss sehr.

Bei Filmen wie “LTROI” finde ich es auch unpassend, bei Filme wie Hostel muss aber auch ich gelegentlich schmunzeln. Ich bin nicht derjenige der laut lacht, allerdings kann ich die Lacher da durchaus nachvollziehen. Wer Filme wie Hostel zu ernst nimmt, der macht mit eher Angst.

Ich kann diese Gewalt eigentlich nur mit einem großen Batzen Galgenhumor ertragen. Sicherlich ist sie nicht immer unrealistisch, aber sich so ein Zeug im Kino anzuschauen und dafür noch zu bezahlen, ist schon irgendwie grotesk. Wenn ich das dann auch noch zu ernst nehmen würde, müsste ich mir echt Gedanken machen, ob irgendwas bei mir nicht so richtig stimmt. :wink:

Also bitte, nicht alles so Ernst nehmen. Was nicht bedeutet, dass man auf die anderen Zuschauer keine Rücksicht nehmen sollte, schließlich haben wir für die Metzel- und Schlachten Orgie gutes Geld bezahlt. :wink:

Ich finde es kommt auf den Film an. Was mir bei Blade Double Feature passiert ist, war eben Szenenapplaus etc. Was aber, so wie Wesley Snipes dastand, eventuell sogar mit eingeplant war :slight_smile:

Bei Midnight Madness Filmen wie Botched stört’s nicht weiter, im Gegenteil das trägt zur Verbesserung des Films bei. Sozusagen.

Wenn’s ernstere Filme sind, ich hab ja dieses Jahr noch keinen gesehen, passt es nicht und stört.

Ebenso wie lautes Chipsgefuttere - grrrr. Hatte da einen drei Sitze weiter neben mir in “Sweeney Todd”, wo es ja nicht unerheblich war auch zu verstehen was die da so singen. Den Typen hätte ich gerne mit einem von Todds Barbiermessern geschlitzt. Bin ja normal nicht so blutrünstig, aber sowas, nein danke.

Manchmal passieren einem selber auch Ausrutscher - so ging’s mir letztes Jahr in einem Asia-Gruselfilm, als das eine Gespenst plötzlich wie “Ausruf von mir: Michael Jackson!” aussah. Mein Sitznachbar fand das etwas unpassend, weil’s die Gruselstimmung angeblich störte. Sorry, mate.

Meine Theorie hat angefangen, als Saw und Hostel und andere Filme Einzug ins Mainstream gehalten haben.

Ich glaube viele “Männer” können nicht dazu stehen, sich gleich vor Angst in die Hose zu machen.

Ich interpretiere dieses “Ho Ho Ho” Gelächter als Männlichkeitsbeweis, um nicht als Weicheier dazustehen und um die Siutation zu überspielen.

Mir ist dieses Jahr bei Martyrs der Arsch auf Grundeis gegangen. Hab lange nicht mehr so an meiner Jacke rumgegnibbelt.

Ich habe eben “Dying Breed” geschaut und Teile des Publikums waren wieder äußerst lautstark darauf bedacht, einem möglichst großem Radius um ihren Sitz herum mitzuteilen, dass sie die gesamte Historie des Horrorfilms mit der Muttermilch während Muttertag aufgesogen haben, indem sie raschelnde Büsche mit einem wissenden “Oh-Oh!” untermalt haben oder Aufnahmen von blutenden Wunden mit “Autsch, das tut weh”.

Trauriger Höhepunkt war dann eine Szene, in der in einem Kochtopf mit heißem Wasser Wäsche zu sehen war, was mit der zweimaligen Wiederholung der Knallerpointe “Sowas nennt man wohl Kochwäsche!” gewürdigt wurde.

Man mag mich kleinlich nennen oder verbittert oder korinthenkackerisch, aber ich kann mich mit solchen Verhaltensweisen absolut nicht anfreunden, da sie respektlos den anderen Zuschauern gegenüber sind, die bestimmt nicht besonders erpicht daraus sind, dass aus jedem einigermaßen akzeptablen, aber dutzendfach gesehenen Horrorfilm auf dem FFF eine Mystery Science Theater 3000-Vorstellung gemacht wird. Natürlich ist es filmabhängig und ich kann es in gewisser Weise auch noch nachvollziehen, dass man sich nach spektakulären Szenen Luft machen muss - aber diese bizarren Männlichkeitsriten und imaginären Schulterklopfereien widern mich an und verleiden mir den Spass am FFF jedes Jahr wieder, da es eine zwar kleine, aber penetrante Gruppe von Zuschauern gibt, die aus jedem Horrorfilm einen Partyhorrorfilm machen, bierburpend dasitzen, sich aus raschelnden Tüten krachiges Salzgebäck in die niemals still stehenden Plappermäulern stopfen und zu jeder Szene einen zutiefst unlustigen Kommentar auf Lager haben.

An dem Tag, an dem Walnüsse während des Films geknackt werden oder seine Kaffeebohnen während des Films mahlen muss, an dem Tag muss ich mich wohl endgültig ins Heimkino flüchten :wink:

Auf ‘Outsider’, die noch nie hysterisches Lachen bei der detaillierten Zurschaustellung zerstörten Fleisches gehört haben, wirkt das auch alles andere als vorurteileabbauend und imagefördernd; meine Freundin, die dieses Jahr das erste Mal auf dem FFF mit war, fand es jedenfalls reichlich verstörend und frustrierend, dass das Zerschmettern von Köpfen in “Just another Love Story” bejubelt und beklatscht wurde - oder eben der Fenstersturz in “Let the right one in”.

Bei Partyhorror wie Jack Brooks habe ich natürlich in keiner Weise etwas gegen Lacher - ganz im Gegenteil. Aber mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass ein Teil des FFF-Publikums auch bei der Treppensequenz von “Panzerkreuzer Potemkin” vor Lachen keine Luft mehr bekommt, weil ja gleich ein Baby aus dem Kinderwagen geschleudert wird und die gesamte Szene deshalb vom Unterhaltungsfaktor mit einer Tortenschlacht aus einer Komödie gleichsetzt.

Na, du bist aber sauer. Verständlich. Schließlich sind die Karten ja nicht gerade billig und das Kino"vergnügen" soll schon sein. So schlimm habe ich es aber noch nie erlebt. Nur bei den Haudrauf-Filmen eben, die sowieso ohne Sinn und Verstand sind. Bei manchen Filme, grade auch die dänischen, muss man oft vor Schreck lachen, weil man sonst nur heulen könnte. Aber ich glaube, das ist was anderes als das “männliche Lachen zum Überspielen von Ängsten”.

nunja, auch ich habe dieses jahr in berlin als das wohl lautstarkste überhaupt der letzten jahre erlebt (und erlebe es noch immer). allerdings stört mich das überhaupt nicht!!! absolut nicht! warum auch!? irgendwelche dauer-lacher stören mich weit weniger als die popcorn-mampfer neben mir.
heute saß in einem film ein typ neben mir, der während des gesamten films weder ein einziges mal gelacht hat (obwohl der film ziemlich witzig war), NOCH auch nur ein einziges mal seine sitzposition oder seine armstellung verändert hat. da kann ich mir ja gleich 20 leichen ins kino setzen und lustig wirds, oder!? :wink:
nee, ok, ich übertreibe. mich störts auch nicht, wenn jemand völlig still ist während des gesamten films, ich finds nur etwas gruslig, hehe.
hin und wieder lache auch ich mal an stellen, die die meisten andren nich so witzig zu finden scheinen (bei der “kochwäsche” hätte ich mich wohl auch weggeschmissen, weil das so doof is, dasses schon wieder saukomisch ist), insofern kann und will ich mich über etwaige, in meinen augen unpassende lacher/kommentare oder auch gewisse dauer-lachsäcke im kino nich beschweren. an alle lach-genervten: öfter mal selbst lachen, dann seid ihr vielleicht auch von den andren weniger genervt.! :wink: /

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: zornlamm am 19.08.2008 03:04 ]

Mich nerven die Leute die ständig reden auch tierisch. Man bittet dann 2 bis 3 mal um Ruhe, aber das stört die gar nicht. Das schlimmste dieses Jahr in Hamburg, bisher :slight_smile: , waren 2 Typen die sich gegenseitig “Mirrors” übersetzt haben. Sorry, aber das war echt das allerletzte.
Ausserdem stören mich die Leute, die zu spät kommen. Dann wird da noch groß im Bild gestanden, weil man noch einen Platz sucht. Die Zeit auf der Eintrittskarte steht ja auch nur zum Spass drauf…

Am 19.08.2008 03:07 , Szaltax schrieb:

Die Zeit auf der Eintrittskarte steht ja auch nur zum Spass drauf…

für hamburg lass ich das argument gelten. in berlin hat man allerdings leider gar keine andre wahl, als hin und wieder zu spät zu kommen, wenn man das angebot in der kulturbrauerei ebenfalls nutzen möchte. das is dieses jahr so beschissen zeitlich aufeinander abgestimmt, dass sich mir die zehennägel aufrollen!!! :disappointed:
tut mir dann zwar selbst jedes mal leid, wenn ich die vorstellung stören muss, da ich zu spät komme, aber das ist nunmal nicht meine schuld! :disappointed:

Ganz klar, die (bei ernsten Filmen) Lacher und die Laberköppe nerven! “Ich glaube viele “Männer” können nicht dazu stehen, sich gleich vor Angst in die Hose zu machen.” -> Sehe ich genauso.
Mal ein Tipp, falls solche Leute vor einem sitzen: Langsam nach vorne beugen und “BOO” rufen, das wirkt!! Hab ich selbst noch nicht durchgezogen aber einer der in 36 Steps (…) 3 Plätze neben mir saß. Großes Kino!!

Also mir kams in Berlin dieses jahr auch extremer vor. Vielleicht liegt es aber auch daran dass der Grundtenor in den Filmen dieses Jahr wirklich ernster ist und manche das einfach noch nicht begriffen haben.

Am 19.08.2008 11:05 , daemonicus schrieb:

Vielleicht liegt es aber auch daran dass der Grundtenor in den Filmen dieses Jahr wirklich ernster ist und manche das einfach noch nicht begriffen haben.

harhar, gut möglich!!! :grin:

wenn wärend des films ständig geredet oder popcorn gekaut wird , regt mich das auch auf . aber ,wenn mal galacht wird ? den anderen zuschauern vorzuschreiben , welche emotionen sie beim zusehen empfinden , geht vielleicht doch etwas zu weit .

Am 19.08.2008 10:19 , Columbo schrieb:


Mal ein Tipp, falls solche Leute vor einem sitzen: Langsam nach vorne beugen und „BOO“ rufen, das wirkt!! Hab ich selbst noch nicht durchgezogen aber einer der in 36 Steps (…) 3 Plätze neben mir saß. Großes Kino!!

muahahahahaha, knallige sache! ich glaub, ich labere ab jetzt auch immer im kino, würde auch gern ma so geil von hinten erschreckt werden. wieso macht das mit mir niemand, heul!?. :disappointed:

EDITIERE: sind die leute dann eigentlich erschrocken, weißte das? oder haben sie sich darüber aufgeregt oder watt sonst? wie ging das ganze weiter, weißte das?

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: zornlamm am 19.08.2008 12:43 ]

Ein mal pro Film zu lachen empfinde ich noch nicht mal als so störend, außer es ist nun wirklich eine ernste Szene, bei der es absolut nicht passt. Aber die meisten Splatterszenen sind halt so übertrieben, dass man sie unmöglich ernst nehmen kann.

Was ich wirklich schlimm finde sind Leute, die ständig laut sein müssen… da saß mal eine Engländerin vor ein paar Jahren neben uns, die hat ständig nur gelabert. “Oh my Gooood! Noooo!” - wenn man Angst bei einem Film hat muss man das nicht ständig seinem Sitznachbar mitteilen. Das gleiche gilt für Leute, die nicht aufpassen oder zu lange aufs Klo gehen, und sich dann ewig ungeflüstert erklären lassen, was sie verpasst haben.

War auch in der Berliner Vorstellung von LTRI und ich muss sagen dass in der Treppensturz Szene nur ein oder zwei Leute gelacht haben (nein, ich gehörte nicht dazu :wink: ) und das bei einem ausverkauften Saal und mehreren Hundert Zuschauern. Ist also nicht so dramatisch gewesen. Bei Just another Love Story sah das schon anders aus. Da waren wohl ein paar typische Splatterheads drin, die beim Finale wohl aus ihrem Schlaf erwacht sind. Ärgerlich, aber bei weitem nicht so schlimm wie beim “normalen” Kinopublikum.

Am 19.08.2008 12:13 , reese schrieb:

wenn wärend des films ständig geredet oder popcorn gekaut wird , regt mich das auch auf . aber ,wenn mal galacht wird ? den anderen zuschauern vorzuschreiben , welche emotionen sie beim zusehen empfinden , geht vielleicht doch etwas zu weit .

Ich will ja niemanden vorschreiben, welche emotionen er empfinden soll. Wenn man eine Szene lustig findet, ist das ok. Nur aus Rücksicht auf die anderen Zuschauer, die sich gerade ein DRAMA anschauen, sollte man doch auf seine Lautstärke achten. Wenn dann noch begleitendes Klatschen dazu kommt, ist das einfach unangebracht. Denn das bringt eine Partystimmung rein, die eine dramatische oder traurige Szene für die anderen Zuschauer kaputt machen kann.

Am 19.08.2008, 10:19, Columbo schrieb:

Mal ein Tipp, falls solche Leute vor einem sitzen: Langsam nach vorne beugen und "BOO" rufen, das wirkt!! Hab ich selbst noch nicht durchgezogen aber einer der in 36 Steps (...) 3 Plätze neben mir saß. Großes Kino!!

Ähem, das dürfte dann wohl ich gewesen sein - jedenfalls, wenn Du die Vorstellung in Hamburg besucht haben solltest, und eher mittig in der letzten Reihe gesessen hast. Wobei ich, wenn ich mich recht erinnere, einfach nur mit einer Art von gurgelig-tiefer Death Grind-Grunzstimme „Hello!“ gebellt habe… also, eventuell war’s dann auch doch nicht ich. Diese drei jungen Erwachsenen in HH waren aber auch echt anstrengend. Die gaaaaaanze Zeit über nix als Gekicher, Gequatsche und Gelaber, fast ohne, bzw. nur mit ganz kurzen Pausen. Da muss wesen dann halt auch Mal zu etwas drastischeren Mitteln greifen. Witzig fand ich ja, dass die etwas grössere Blonde sich dann ganz kurz noch voll darüber echauffiert hat, so, als wäre das jetzt das Unmöglichste von der Welt gewesen - ich meine, hey, sie ist ja schliesslich in ‚nen Horrorstreifen gegangen, da sollte wesen ja auch Mal mit so’nem kleinen Schockmoment rechnen. :grin: Meistens beuge ich mich aber bei sowas nur kurz nach vorne und bitte die Leute, dann wenigstens zu flüstern, wenn sie schon das Bedürfnis haben, die ganze Zeit zu quatschen (hab‘ ich da dann ja auch noch gemacht). Denn wenn ich ‚nen Audiokommentar haben will, dann gucke‘ ich mir die DVD an, und kann den dann aber auch wenigstens nach Gutdünken ein- und ausschalten.

Generell stören mich ein oder zwei kurze, trockene Kommentare in Dialogpausen oder aber auch Gejohle und Szenen-Applaus, wenn es denn zum spirit des Movies passt (bei „Jack Brooks: Monster Slayer“ gab’s ständig Szenen-Applaus, und / oder laute Lacher, und gerade bei so Partyfilmen trägt sowas IMHO ja auch noch zur Steigerung des Filmvergnügens bei), aber nicht. Ständiges mehr oder weniger lautes Gerede, Rascheln in der Popcorn-Tüte und Mampfen desselben mit offenem Mund, sowie Gejohle bei Filmen, wo’s nun wirklich überhaupt gar nicht passt (gab’s zum Beispiel hier in HH bei den vom final girl ausgeübten Tötungs-Szenen in „Eden Lake“, wo ich mich dann ob der vom filmischen Kontext nahegelegten Sinnlosigkeit und Brutalität der gezeigten Gewalt dann doch gefragt habe, was sowas sollte, eben weil’s ob der Ambivalenz der Handlungen überhaupt nicht passte), find’ ich da schon schlimmer.

Und, das sollte nicht vergessen werden - ihr seid schliesslich auf 'nem Festival, und nicht alleine daheim vor DVD-Player und Flachbildfernseher. Ein bisschen Toleranz sollte wesen da seinen Sitznachbar_Innen und Mitguckenden gegenüber schon wahren, und also auch gelegentliche kleine Störungen schon ertragen können. Aber wenn’s andauernd vorkommt, und damit dann die Atmosphäre des Films verdirbt, ist das natürlich schon doof. Gerade bei „Låt den rätte komma in“ hätte mich allerdings auch jede allerkleinste Störung auf die Palme gebracht, da so etwas die Stimmung des Films mit Sicherheit empfindlich beeinträchtigt hätte.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: die_Lachsschaumspeise_! am 19.08.2008 15:41 ]